Divemaster und Tauchlehrer werden
der vollständige Weg, die Kosten und die besten Orte
Was kostet die Ausbildung zum Tauchlehrer und wie viel verdient man danach — das ist die Frage, die immer wieder auftaucht, wenn jemand diesen Weg zu recherchieren beginnt. Die Antworten der meisten Artikel sind vage oder auffällig optimistisch — sie stammen von Tauchschulen, die Kurse verkaufen wollen. Dieser Artikel hat dieses Problem nicht.
Was du hier findest: den Weg von Null bis zum Tauchlehrer Schritt für Schritt, eine vollständige Kostenaufstellung einschließlich der Gebühren, die oft verschwiegen werden, den praktischen Unterschied zwischen PADI, SSI und CMAS/VDST je nach gewünschtem Arbeitsmarkt, die besten Orte für die Ausbildung und Gehaltsdaten aus verlässlichen Quellen.
Divemaster oder Tauchlehrer: der Unterschied, der für den Job zählt
Bevor es um den Weg geht, lohnt sich eine Klarstellung, die viele Artikel absichtlich vermeiden: Divemaster und Tauchlehrer sind auf dem Arbeitsmarkt nicht gleichwertig — und der Unterschied ist größer als er aussieht.
Der Divemaster ist die erste professionelle Stufe. Man kann zertifizierte Taucher führen, Tauchlehrer bei Kursen assistieren und einige Übungen im Flachwasser demonstrieren. Was man nicht kann: selbstständig unterrichten. Einen Open-Water-Kurs eigenständig durchführen ist nicht möglich.
Der Tauchlehrer (OWSI bei PADI, Open Water Scuba Instructor) kann neue Taucher zertifizieren, alle Kurse bis Divemaster-Niveau durchführen und vollständig autonom arbeiten — ohne Aufsicht eines anderen Lehrers.
Warum ist das wichtig? Weil viele Tauchzentren, besonders die kleineren, keine Divemasters einstellen. Sie brauchen jemanden, der Open Water unterrichten kann, ohne auf einen verfügbaren Instructor angewiesen zu sein. Wer langfristig im Freizeittauchen arbeiten will, sollte den Divemaster als Etappe verstehen, nicht als Ziel.
Eine Ausnahme: Erstklassige Liveaboards auf den Malediven oder in Indonesien stellen manchmal Divemasters mit viel lokaler Erfahrung als Guides ein. Aber das sind sehr spezifische und hart umkämpfte Stellen.
In der Praxis macht ein Divemaster in einem Tauchzentrum weit mehr als Tauchgänge führen. Er schleppt Flaschen, wartet Ausrüstung, betreut Kunden beim Briefing, organisiert die Logistik jeder Ausfahrt und fungiert als zweites Augenpaar des Instructors während der Kurse. Das ist Operationsarbeit, die Präsenz und gute Einstellung erfordert — auch wenn man schon drei Tauchgänge im Körper hat und nachmittags noch einer wartet.
Was Zentren an einem Divemaster am meisten schätzen, ist nicht nur das technische Tauchniveau — es ist die Fähigkeit, Gruppen mit unterschiedlicher Erfahrung und Nervosität zu managen, unter Wasser klar mit Handzeichen zu kommunizieren und Probleme zu antizipieren, bevor sie entstehen. Diese Fähigkeiten entwickelt man durch Tauchgänge, nicht durch den Kurs.

Der Weg Schritt für Schritt
Voraussetzungen: Was man braucht, um anzufangen
Für den Divemaster-Kurs braucht man:
- Zertifizierung als Advanced Open Water Diver (AOWD / CMAS 2★) oder gleichwertig
- Zertifizierung als Rescue Diver (oder gleichwertig) — das ist die Voraussetzung, die die meisten noch nicht haben
- EFR-Zertifizierung (Emergency First Response) oder gleichwertiger Erste-Hilfe-Kurs, nicht älter als 24 Monate
- Mindestens 40 protokollierte Tauchgänge im Logbuch bei Kursbeginn
- Mindestens 18 Jahre
- Tauchtauglichkeitsbescheinigung eines Arztes, nicht älter als 12 Monate
Wer noch keinen Rescue-Kurs oder AOWD hat, kann diese vorher oder am selben Zielort wie den Divemaster machen. Viele Zentren bieten Pakete an, die alles von AOW bis DM umfassen.
Der Divemaster-Kurs: Was man lernt und was man macht
Der Kurs dauert in intensivem Format zwischen 6 und 12 Wochen. Er ist der umfangreichste und prägendste der gesamten Ausbildungskette — viele Tauchlehrer beschreiben ihn als wichtiger als den IDC selbst.
Kursinhalt:
- Tauchtheorie in der Tiefe: Physik, Physiologie, Dekompression, Ausrüstung, Umwelt
- Abschlussprüfung mit 120 Fragen (>75% zum Bestehen erforderlich)
- Wasserfähigkeiten: 400m Schwimmen, 800m mit Ausrüstung, 15 Minuten Auftrieb mit den letzten Minuten Hände über Wasser
- Schleppen eines bewusstlosen Tauchers über 100 Meter
- Vollständiger Ausrüstungstausch unter Wasser mit gemeinsamem Atemregler
- Assistenz bei vollständigen Open-Water-Kursen mit echten Schülern
- Eigenständige Planung und Führung von Tauchgängen
- Kartierung eines Tauchplatzes
- Notfallplan für einen designierten Tauchplatz
Am Ende des Kurses müssen 60 Tauchgänge im Logbuch dokumentiert sein.
Der IDC: Der Kurs, der aus einem Divemaster einen Tauchlehrer macht
Für den IDC braucht man die Divemaster-Zertifizierung, mindestens 6 Monate Taucher-Zertifizierung (gerechnet ab dem Open Water, nicht ab dem DM) und 100 protokollierte Tauchgänge. Diese 100-Tauchgänge-Anforderung ist es, die viele dazu zwingt, zwischen DM und IDC zusätzliche Tauchgänge zu sammeln.
Der IDC (Instructor Development Course) besteht aus zwei Teilen:
AI — Assistant Instructor: Einführung in die Lehrmethoden, Präsentationen im Klassenraum und im Flachwasser. Manche bleiben auf dieser Stufe als Assistenz-Instructor.
OWSI — Open Water Scuba Instructor: Das vollständige Niveau. Man lernt, alle PADI-Kurse von Discover Scuba bis Divemaster zu unterrichten.
Mindestdauer: 9 Kurstage. In der Praxis dauern die meisten Programme einschließlich Vorbereitung 12 bis 16 Tage.
Am Ende des IDC kommt das Entscheidende: die IE (Instructor Examination). Ein zweitägiges Examen, das von einem externen PADI-Prüfer durchgeführt wird — nicht vom eigenen Course Director, sondern von jemandem, den PADI schickt und der den Kandidaten nicht kennt. Bewertet werden:
- Theoretische Präsentation im Klassenraum
- Fertigkeitspräsentation im Flachwasser
- Fertigkeitspräsentation im Freiwasser
- 5 schriftliche Prüfungen zur Tauchtheorie
Wer die IE besteht, ist Tauchlehrer. Wer sie nicht besteht, kann sie wiederholen — gegen erneute Zahlung der Prüfungsgebühr.

PADI vs SSI vs CMAS/VDST: Wann ist was sinnvoll?
Das ist die Frage, die die meiste Verwirrung erzeugt. Die Antwort hängt davon ab, wo man arbeiten will.
PADI hat das größte Netzwerk der Welt — über 128.000 Fachleute in 186 Ländern. Es ist der Standard in touristischen Tauchzielen in Asien (Thailand, Indonesien, Philippinen, Malediven), der Karibik und dem Indischen Ozean. Wer auf Koh Tao, Utila, den Malediven oder in der Karibik arbeiten will, ist mit PADI gut aufgestellt. Ein weiterer Vorteil: PADI erlaubt es, als freier Instructor ohne feste Bindung an ein Zentrum zu arbeiten. Der Nachteil: die jährlichen Gebühren sind die höchsten der drei Optionen.
SSI ist die zweitgrößte international anerkannte Organisation und wächst weiter. Die Standards sind mit PADI vergleichbar und die meisten Zentren akzeptieren beide. Der entscheidende operative Unterschied: SSI erfordert die Zugehörigkeit zu einem Training Center für die Kursdurchführung — vollständig unabhängig arbeiten ist nicht möglich. In Zentraleuropa und in vielen asiatischen Zielen ist SSI stark vertreten.
CMAS/VDST ist das nicht-kommerzielle System, das auf nationalen Verbänden basiert. Im DACH-Raum und in Kontinentaleuropa generell hat CMAS institutionell mehr Gewicht als PADI. Die VDST-Ausbildung gilt als besonders gründlich und praxisorientiert — ein Ruf, der in der deutschen Tauchgemeinschaft sehr geschätzt wird. Der Vorteil für alle, die in lokalen europäischen Märkten arbeiten wollen: CMAS ist die Zertifizierungsorganisation, die Vereinstaucher kennen, und das ist der Kern des lokalen Markts. Der Nachteil: weniger anerkannt in touristischen Tauchzielen in Asien und der Karibik.
Die Faustregeln:
- In internationalen Tourismuszielen arbeiten → PADI oder SSI
- In lokalen europäischen Märkten oder Vereinen arbeiten → CMAS/VDST
- Bereits CMAS-zertifiziert und internationale Erweiterung gewünscht → Crossover zu PADI oder SSI
Viele erfahrene Instructors haben beide: CMAS/VDST für den lokalen Markt und PADI für den internationalen.

Was die Ausbildung wirklich kostet: die Aufstellung, die niemand macht
Tauchzentren zeigen den Kurspreis — aber es gibt zusätzliche Kosten, die direkt an PADI gezahlt werden und oft nicht erwähnt werden.
Kosten Divemaster (PADI)
| Posten | Richtwert |
|---|---|
| DM-Kurs im Zentrum (ohne Materialien) | 500–1.200€ je nach Zielort |
| PADI-Materialien (eLearning + Crewpak) | 300–500€ |
| PADI-Anmeldegebühr | 150–200€ |
| Jährliche PADI Pro-Mitgliedschaft (erstes Jahr) | 130–200€ |
| Tauchtauglichkeitszeugnis | 50–100€ |
| Gesamtschätzung | 1.200–2.200€ |
Kosten IDC + IE (PADI)
| Posten | Richtwert |
|---|---|
| IDC-Kurs im Zentrum (ohne Materialien) | 800–2.500€ je nach Zielort |
| IDC-Materialien (digitales Crewpak + Slates) | 700–1.000€ |
| PADI Instructor-Anmeldegebühr | 200–350€ |
| IE-Prüfungsgebühr | 800–1.200€ |
| EFRI-Gebühr (Emergency First Response Instructor) | 100–150€ |
| Jährliche PADI Instructor-Mitgliedschaft | 130–200€ |
| Gesamtschätzung | 2.700–5.400€ |
Gesamtkosten des vollständigen Wegs
DM + IDC + PADI-Gebühren + Berufsversicherung DAN Pro (~150–300€/Jahr) + eigene Grundausrüstung (Regler, Jacket, Tauchcomputer, Anzug — mindestens 1.500–3.000€, falls noch nicht vorhanden):
Realistisches Mindestbudget: 6.000–10.000€
Günstigere Zielorte wie Koh Tao, Utila oder Dahab senken die Kurskosten erheblich — die PADI-Gebühren sind jedoch unabhängig vom Zielort gleich.
Ein wichtiger Punkt: Die PADI-Gebühren werden jährlich fällig, um den Teaching Status aktiv zu halten. Wer ein Jahr nicht erneuert, verliert den aktiven Status und muss Schritte unternehmen, um ihn zurückzubekommen. Das ist keine Option, wenn man arbeiten will.

Das Internship: Ausbildung gegen Arbeit
Das Internship ist die Alternative zur direkten Kurszahlung. Man arbeitet im Zentrum, das im Gegenzug die Ausbildungskosten übernimmt. In der Praxis bedeutet das: Flaschen schleppen, Ausrüstung reinigen, Empfang betreuen, als Buddy für OW-Kursteilnehmer fungieren und alle anfallenden Aufgaben des Tagesgeschäfts erledigen.
Was man vorher schriftlich festhalten sollte:
- Welche Zertifizierungen genau abgedeckt werden und welche man selbst zahlt
- Dass der vollständige DM-Kurs enthalten ist (nicht der „Master Scuba Diver“ — das sind verschiedene Dinge)
- Wie viele Wochenstunden erwartet werden
- Ob Unterkunft und/oder Verpflegung inbegriffen sind
- Wie lange das Internship dauert
Was ein Internship nie enthält: die PADI-Gebühren (Anmeldung, Mitgliedschaft, Materialien). Diese Kosten werden direkt mit PADI abgerechnet und liegen immer beim Kandidaten.
Der Vorteil des Internships geht über die Kosteneinsparung hinaus: Man schließt es mit echter Erfahrung ab, direkten Referenzen des ausbildenden Course Directors und praktischem Wissen über den Betrieb eines Tauchzentrums. Das zählt, wenn man einen Job sucht.
Wo man Internships findet: direkter Kontakt mit Tauchzentren am Wunschzielort, Facebook-Gruppen für Taucher, ScubaBoard und Scuba Jobs Worldwide. Die beste Option ist immer der direkte Kontakt, bevor das Zentrum eine offizielle Stelle ausschreibt.
Die besten Orte für die Ausbildung
Die Wahl des Zielorts beeinflusst direkt die Ausbildungsqualität, die Kosten und die Beschäftigungsmöglichkeiten danach.
Koh Tao (Thailand)
Der weltweit beliebteste Ort für professionelle Tauchausbildung. Deutlich günstigere Kurse als in Europa oder der Karibik, ganzjährig ausgezeichnete Tauchbedingungen und eine riesige Instructor-Community. Der Nachteil: gesättigter Markt — viele neue Instructors suchen gleichzeitig am selben Ort nach Arbeit.
Am besten für: qualitativ hochwertige Ausbildung zum besten Preis mit direkten Beschäftigungsmöglichkeiten in Asien.
Utila (Honduras)
Der weltweit zweitgrößte PADI-Zertifizierungsstandort. Preise vergleichbar mit Koh Tao, persönlichere Atmosphäre und saisonaler Zugang zu Walhaien. Das Utila Dive Centre gilt als eines der angesehensten Zentren für professionelle Ausbildung.
Am besten für: wer die Karibik zum Preis von Asien will — mit Zugang zu großen Pelagischen.
Dahab (Ägypten)
Weniger bekannte, aber sehr geschätzte Option. Wettbewerbsfähige Preise, erstklassiges technisches Tauchen (Blue Hole) und ruhige Atmosphäre. Gute Wahl, wer danach im Mittelmeer oder im Roten Meer arbeiten will.
Am besten für: Kosteneinsparung bei der Ausbildung mit Blick auf den Mittelmeer- oder Indischen Ozean-Markt.
Playa del Carmen / Cozumel (Mexiko)
Premium-Zielort in der Karibik. Höhere Kosten, aber Zugang zu Cenoten und einem zahlungskräftigeren Markt. Strategisch sinnvoll, wer in der mexikanischen Karibik oder mit nordamerikanischen Kunden arbeiten will.
Am besten für: wer in der Karibik arbeiten will und bereit ist, mehr in die Ausbildung zu investieren.
Heimatregion
Die praktischste Option, wenn die Ausbildung nicht in Vollzeit möglich ist. Vorteil: Flexibilität. Nachteil: lokales Kontaktnetzwerk und weniger direkte Beschäftigungsmöglichkeiten in internationalen Zielen.

Gehälter: die verlässlichen Zahlen
Gehälter im Tauchlehrer-Bereich sind das am häufigsten gefragte und am wenigsten ehrlich beantwortete Thema.
Weltweites Durchschnittsgehalt eines Vollzeit-Freizeittauchlehrers: rund 25.000$ jährlich (Business of Diving Institute, 2024). Es gibt einen Trend, den kaum jemand erwähnt: Die Gehälter sind zwischen 2019 und 2024 gesunken — besonders deutlich in Asien-Pazifik und den USA, während Westeuropa und die Karibik besser abgeschnitten haben.
Nach Zielort (monatlich, inklusive Trinkgeld und Provisionen):
| Zielort | Divemaster | Instructor (Berufseinsteiger) | Instructor (mit Erfahrung) |
|---|---|---|---|
| Mittelmeer (Europa) | 600–1.000€ | 1.200–1.800€ | bis 2.500€ |
| Rotes Meer (Ägypten) | 500–800€ | 900–1.500€ | 1.500–2.500€ |
| Koh Tao (Thailand) | 400–700€ | 700–1.200€ | 1.200–2.000€ |
| Malediven | 1.200–1.800€ | 1.800–3.000€ | 2.500–4.000€+ |
| Karibik (allgemein) | 700–1.000€ | 1.000–1.800€ | 1.500–3.000€ |
| Australien | 1.000–1.500€ | 1.500–2.500€ | 2.000–3.500€ |
In Zielen wie den Malediven sind Unterkunft und Verpflegung inbegriffen, was das Nettogehalt effektiv höher macht als die Tabelle zeigt.
Der technische Tauchlehrer (Trimix, Rebreather, Höhlentauchen) verdient im Schnitt doppelt so viel wie der Freizeitinstructor. Der Weg dorthin ist lang — man braucht Jahre als Freizeitinstructor zuerst — aber der wirtschaftliche Unterschied ist erheblich.
Die Berufsversicherung: Pflicht, keine Option
Wer als Divemaster oder Tauchlehrer arbeiten will, braucht eine Berufshaftpflichtversicherung. PADI verlangt sie für den aktiven Teaching Status. Die Mindestdeckung, die anerkannte Zertifizierungsorganisationen fordern, liegt bei 4.000.000€.
DAN Europe Pro Member — die am häufigsten genutzte Option. Deckt persönliche Tauchunfälle, Berufshaftpflicht bis 4.000.000€ und nicht tauchbezogene Unfälle im Ausland. Preis: 150–300€ jährlich je nach Tarif.
DIVE PRO von Rocalbsub — Berufshaftpflicht für Instructors und Divemasters, weltweit gültig (außer USA und Kanada). Anerkannt von PADI, SSI, CMAS und anderen. Preis: ab 100–150€/Jahr.
Die Freizeittauchversicherung, die man als Hobbyist nutzt, deckt die Berufstätigkeit nicht ab.

Wie man nach der Zertifizierung Arbeit findet
Der Titel allein reicht nicht. Was Zentren bei der Einstellung suchen:
Tauchgänge. Die 100 des IDC sind das Minimum. Gute Zentren suchen 200–300 oder mehr vor der Einstellung. Zwischen DM und IDC so viele Tauchgänge wie möglich sammeln.
Spezialkurse. Ein Instructor, der nur OW und AOW unterrichten kann, ist weniger wertvoll als einer, der auch Nitrox, Wreck, Navigation und Deep anbietet. Der MSDT (Master Scuba Diver Trainer) — die Stufe nach dem OWSI — erfordert 5 Spezial-Instructor-Ratings und 25 Zertifizierungen. Viele Zentren bevorzugen ihn gegenüber dem einfachen OWSI.
Sprachen. Instructor mit Englisch plus einer weiteren Sprache hat mehr Möglichkeiten. Deutsch, Spanisch und Französisch sind neben Englisch die in Tourismuszielen meistgefragten Sprachen.
Foto und Video. Nicht obligatorisch, aber ein echter Vorteil. Zentren und Liveaboards schätzen Instructors, die auch Tauchgänge dokumentieren können.
Wo suchen:
- PADI Job Board: divejobs.padi.com
- Scuba Jobs Worldwide: scuba-jobs-worldwide.com
- Direkter Kontakt mit Zentren am Wunschzielort
Der beste Rat für den ersten Job: Im Zentrum bleiben, wo man den IDC gemacht hat, wenn Arbeit vorhanden ist. Man kennt den Ort, die Tauchplätze, und der Course Director kann direkt empfehlen. Das ist der schnellste Weg zu den ersten Zertifizierungen, die man für das Portfolio braucht.

Was erfahrene Instructors über den Markt sagen
Quellen wie das Business of Diving Institute und Taucher-Fachforen sind ehrlicher als Schulen, die Kurse verkaufen wollen.
Das Business of Diving Institute hat einen Gehaltsrückgang zwischen 2019 und 2024 dokumentiert, der besonders stark in Asien-Pazifik und den USA war, während Westeuropa und die Karibik besser abgeschnitten haben. Das bedeutet nicht, dass es sich nicht lohnt — es bedeutet, dass Zielort und Arbeitsmodell mehr zählen als der Titel.
Die Konkurrenz ist besonders hoch in den beliebtesten Ausbildungszielen. Koh Tao und Utila produzieren jeden Monat Dutzende neue Instructors. Wer mit dem frisch erworbenen Titel ankommt, konkurriert mit all diesen. Am besten fahren die, die vor dem Ende des IDC bereits Arbeit gesichert haben — entweder weil sie im selben Zentrum bleiben oder weil sie mit vorherigen Kontakten in der Branche zum IDC gekommen sind.
Zur Gehaltsstruktur: Viele Zentren zahlen provisionsbasiert statt Festgehalt. In der Hochsaison kann das sehr gut sein — viele Kurse, viele Provisionen. In der Nebensaison kann es verheerend sein. Vor der Annahme eines Jobs unbedingt fragen, wie die Vergütungsstruktur genau funktioniert und wie der tatsächliche monatliche Durchschnitt der letzten 12 Monate aussieht, nicht nur während der Hochsaison.
Der schnellste Weg, als Instructor mehr zu verdienen, ist nicht mehr Erfahrung abzuwarten — es ist, Fähigkeiten hinzuzufügen, die kaum jemand hat. Der Instructor, der Unterwasserfotografie beherrscht, technische Zertifizierungen hat, drei Sprachen spricht oder Kompressoren warten kann, verhandelt deutlich besser als einer, der nur Open Water unterrichtet.
Instructors, die nachhaltige Karrieren aufbauen, behandeln Tauchen als Geschäft neben der Leidenschaft. Sie wissen, wie man Kurse verkauft, Stammkunden aufbaut und Einnahmen diversifiziert. Wer nur die Leidenschaft mitbringt, arbeitet oft viel für wenig — die Branche hat quasi unbegrenzt Kandidaten, die für wenig Geld arbeiten würden, solange sie im Wasser sein können.
Technische Spezialisierung ist der Weg zu Gehältern, die mit anderen Branchen mithalten können. Der Weg ist lang — zuerst braucht man Jahre als Freizeitinstructor — aber der wirtschaftliche Unterschied ist erheblich: Der Vollzeit-Technikinstructor verdient im Schnitt doppelt so viel wie der Freizeitinstructor.

Häufige Fragen
Wie lange dauert der vollständige Weg von Null? Das theoretische Minimum in einem intensiven Zielort sind 6–8 Monate. In der Praxis, mit Wartezeiten und der nötigen Tauchgangsammlung, sind es meist 12–18 Monate. Wer bereits AOW und Rescue hat, kann den Weg DM + IDC in 4–6 Monaten abschließen.
Ist es besser, alles am gleichen Ort zu machen oder an verschiedenen? DM und IDC im selben Zentrum beim gleichen Course Director zu machen hat klare Vorteile: Ausbildungskontinuität und ein gefestigtes Kontaktnetzwerk. Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn man in verschiedenen Umgebungen tauchen will — aber man verliert die Kontakte des ersten Zielortes.
Kann man als Divemaster ohne Tauchlehrer-Zertifizierung davon leben? Schwierig. Reine Divemaster-Stellen sind selten, die Gehälter niedrig und die meisten Zentren bevorzugen Instructors. Es gibt Ausnahmen — erstklassige Liveaboards, manche Resorts — aber das ist die Minderheit. Wer langfristig vom Tauchen leben will, kommt am Tauchlehrer praktisch nicht vorbei.
Wie schnell amortisiert sich die Investition? Bei einer Investition von 6.000–10.000€ und einem Gehalt von 1.200–1.800€/Monat amortisiert sich die Investition bei Vollzeittätigkeit in der Hochsaison innerhalb von 6–12 Monaten. An Zielorten mit niedrigeren Gehältern kann es länger dauern.
Lohnt es sich, einen Platinum Course Director zu wählen? Ja, auch wenn der erworbene Titel derselbe ist. Platinum Course Directors haben mehr Erfahrung, bessere IE-Bestehensquoten und bessere Netzwerke. Es lohnt sich, den Course Director zu recherchieren, bevor man den Ort für den IDC festlegt.
Kann man von CMAS/SSI zu PADI wechseln, wenn man bereits Tauchlehrer ist? Ja. PADI hat ein Crossover-Programm für Instructors anerkannter Organisationen, das die PADI-Zertifizierung ermöglicht, ohne den gesamten IDC zu wiederholen. Die Anforderungen hängen vom bereits vorhandenen Niveau ab.
Ein paar Tipps, bevor du dein Schiff wählst
Du denkst schon eine Weile darüber nach. Du weißt, dass du mehr willst als vom Ufer aus zu tauchen — du willst RiDu denkst schon eine Weile darüber nach. Du weißt, dass du mehr willst als vom Ufer aus zu tauchen — du willst Riffe erreichen, zu denen Tagesboote nie kommen, mitten im Ozean aufwachen und vier Tauchgänge machen, bevor der Tag zu Ende geht.
Genau dafür gibt es einen Liveaboard. Und eine Buchung ist einfacher als du denkst.
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Am Ende geht es darum, dass der Buchungsprozess so entspannt abläuft wie ein Sicherheitsstopp. Wenn du Route und Termine bereits im Kopf hast, warte nicht zu lange — die Plätze auf den besten Schiffen im Roten Meer sind besonders im Frühjahr und Herbst extrem begehrt.
Hast du Fragen zum Prozess, zu den Kosten oder zum besten Ausbildungsort? Schreib sie in die Kommentare.