Tiefer Süden (Deep South) Ägypten
Der ultimative GuidE

Die Route im Tiefen Süden des Roten Meeres ist die ultimative Expedition für Taucher, die die wildeste, abgelegenste und unberührteste Seite Ägyptens suchen. Im Gegensatz zu den Nordrouten, die sich auf historische Wracks konzentrieren, oder der BDE-Route, die von ozeanischen Begegnungen geprägt ist, ist der Tiefe Süden eine reine Entdeckungsreise. Es ist das Itinerar, auf dem die menschliche Präsenz verschwindet und die Riffe einen außergewöhnlichen Erhaltungszustand zeigen.

Diese Route ist ideal für Taucher, die das Rote Meer bereits kennen und den Menschenmassen entfliehen möchten. Hier erwarten dich keine großen Infrastrukturen in der Nähe, sondern lange Navigationszeiten und totale Isolation. Ein realistischer und notwendiger Hinweis: Die Logistik ist hier komplexer und die Fahrzeiten zwischen den Spots sind länger. Die Belohnung ist jedoch das Tauchen an Orten, die nur von wenigen Schiffen pro Woche besucht werden – eine Unterwasserruhe, die im Norden so nicht mehr existiert.



Die Geografie der Route

Geografisch gesehen führt diese Route über den Wendekreis des Krebses (Tröpfico de Cáncer) hinaus bis kurz vor die Grenze zum Sudan. Die Navigation beginnt in der Regel in den Häfen von Marsa Alam oder Port Ghalib, von wo aus das Schiff Kurs Süd in Richtung der Region Ras Banas nimmt.

Was diese geografische Lage so besonders macht, ist der Übergang der Unterwasserlandschaften. Wir beginnen in den Riffkomplexen von Fury Shoal mit ihren prachtvollen Hartkorallengärten und flachen Höhlensystemen, um dann zum unterseeischen Plateau von St. Johns überzugehen – einem Labyrinth aus Korallentürmen (Pinacles), die aus den abyssalen Tiefen emporragen. In den extremeren Varianten werden die ozeanischen Inseln Zabargad und Rocky Island angefahren: zwei Felsformationen mitten im tiefen Blau, die wie Oasen für pelagisches Leben in der absoluten Leere funktionieren.

Die wichtigsten Tauchplätze

Der Tiefe Süden definiert sich nicht über einen einzelnen Spot, sondern über die Vielfalt der Ökosysteme, die man durchquert. Dies sind die Grundpfeiler des Erlebnisses:

St. Johns: Habili Ali und Gota Kebir

St. Johns ist ein riesiges System isolierter Riffe mit vertikalen Wänden, die über und über mit Fächer- und Schwarzkorallen bewachsen sind. Habili Ali ist der berühmteste Spot; da das Riff die Oberfläche nicht erreicht (ein „Habili“), zieht es massenhaft Leben an. Das Tauchen hier ist klassisches Wandtauchen (Wall Diving) mit teils kräftigen Strömungen, was Begegnungen mit Grauhaien und gelegentlich Hammerhaien begünstigt. Gota Kebir hingegen ist bekannt für seine natürlichen Tunnel und Spalten, die das Riff durchziehen und spektakuläre Lichtspiele für Entdecker bieten, ohne die technische Komplexität einer geschlossenen Höhle.

Zabargad und Rocky Island: Das wilde Blau

Diese beiden Inseln markieren den abgelegensten Punkt. Rocky Island ist eine kreisförmige Steilwand, an der die Strömung meist stark und konstant ist – der perfekte Ort für Großfisch. Es ist reines Strömungstauchen (Drift Diving), bei dem man sich treiben lässt und das Blauwasser nach ozeanischen Weißspitzenhaien oder Mantas absucht. Zabargad, wesentlich größer, bietet einen interessanten Kontrast mit einer geschützten Bucht, in der das Wrack des russischen Frachters Khanka liegt – ein Hauch von Geschichte auf einer ansonsten rein naturkundlichen Route.

Fury Shoal: Shaab Claudia und Malahi

Obwohl Fury Shoal oft als eigene Route betrachtet wird, stoppen fast alle Schiffe des Tiefen Südens hier. Shaab Claudia ist weltberühmt für seine Canyons und miteinander verbundenen Kammern, in denen das Sonnenlicht durch die Decke bricht und einen „Kathedralen-Effekt“ erzeugt. Das Tauchen ist entspannt, flach und fast strömungsfrei. Malahi, auch „der Spielplatz“ genannt, ist ein Labyrinth aus 20 Meter hohen Korallentürmen, das den Taucher durch enge Gänge voller Makro-Leben und Farben führt.

Routen-Varianten im Tiefen Süden

Die Route im Tiefen Süden ist kein starrer Fahrplan, sondern passt sich dem Abfahrtshafen und den Windbedingungen an. Dies sind die drei Hauptvarianten, die du auf Liveaboard.com finden wirst:

  • St. Johns Route (Der Klassiker): Die am häufigsten gefahrene Variante. Sie konzentriert sich auf das riesige Riffsystem von St. Johns und Fury Shoal. Ideal, wenn du eine ausgewogene Mischung aus unberührten Riffen, Korallengärten und den berühmten Höhlen von Sha’ab Claudia suchst.
  • RZS-Route (Rocky, Zabargad & St. Johns): Das „Sahnestück“ des Tiefen Südens. Sie schließt die beiden entlegensten ozeanischen Inseln (Rocky und Zabargad) mit ein. Da diese exponierter liegen, ist die Überfahrt länger und unruhiger, aber die Chancen auf Großfisch-Begegnungen in völliger Einsamkeit steigen hier massiv an.
  • DZR-Route (Daedalus, Zabargad & Rocky): Eine seltener angebotene, aber extrem leistungsstarke Kombination, die das berühmte Daedalus-Riff in der Mitte des Meeres mit den Inseln im äußersten Süden verbindet. Ein Itinerar mit viel Fahrzeit und reinem Hochsee-Wandtauchen.

Was ändert sich wirklich? Der Hauptunterschied liegt im Abfahrtshafen. Wenn das Schiff ab Port Ghalib startet, wird Fury Shoal meist auf dem Weg mitgenommen. Startet es ab Marsa Alam (Hamata), bist du viel näher an St. Johns, was mehr Tauchzeit und weniger Transfer ermöglicht – auch wenn die Anreise zum Hafen von Hamata per Straße länger dauert.

Was wirst du sehen und wo?

Der Tiefe Süden teilt sich im Wesentlichen in zwei Szenarien auf: ozeanische Steilwände für Großfisch und Korallenlabyrinthe für Lichtspiele und Biodiversität.

Korallenarchitektur: In Shaab Claudia und Malahi steht die Architektur im Vordergrund. Du wirst intakte Hartkorallengärten, große Napoleon-Fische und eine wesentlich höhere Dichte an Riffbewohnern als im Norden sehen, mit Schwärmen von Füsilieren und Schnappern in den Höhleneingängen.

Haie und Action: An den Steilwänden von Rocky Island und Habili Ali (St. Johns) konzentriert sich die Action. Da diese Riffe starken Strömungen ausgesetzt sind, ist dies der Ort für Graue Riffhaie, Weißspitzen-Riffhaie und – bei passender Wassertemperatur – Hammerhai-Schulen im Blauwasser.

Der Longimanus (Ozeanischer Weißspitzenhai): Er ist der Hauptdarsteller in den Gebieten von Zabargad und Rocky. Im Gegensatz zu anderen Haien ist er extrem neugierig und patrouilliert oft direkt unter den Tauchplattformen der Schiffe.

Delfine: In den Gebieten von Sataya und Samadai (Fury Shoal) befinden sich die berühmten Delfin-Lagunen. Dies sind geschützte Riffe, in denen Spinner-Delfine ruhen und sozialisieren. Ein fast obligatorischer Stopp auf dieser Route.

Anforderungen und Tauchniveau

Der Tiefe Süden ist technisch gesehen eine Route für Fortgeschrittene (Intermediate-Advanced), wobei es je nach gewählter Variante wichtige Nuancen gibt:

  • Mindestzertifizierung: Ein Advanced Open Water Diver (oder ein Äquivalent) ist erforderlich. Viele Tauchgänge bei St. Johns und Rocky Island führen in Tiefen von 20 bis 30 Metern, um Großfisch zu suchen oder Höhleneingänge zu erkunden.
  • Empfohlene Erfahrung: Obwohl einige Schiffe Taucher mit 30 loggten Tauchgängen akzeptieren, sind mindestens 50 Tauchgänge ideal. Der Grund ist nicht nur die Tiefe, sondern das Strömungsmanagement an Steilwänden und das Tauchen vom Zodiac aus auf offenem Meer.
  • Strömungsverhältnisse: In Fury Shoal und im Inneren von St. Johns ist die Strömung moderat bis kaum vorhanden. An den Spitzen von Rocky Island und Habili Ali hingegen können starke Strömungen auftreten, die eine gute Flossentechnik und ein effizientes Luftmanagement erfordern.
  • Wichtige Ausrüstung: Das Mitführen eines Tauchcomputers und einer Signalboje (SMB) in Signalfarben ist obligatorisch. Aufgrund der Abgeschiedenheit der Region ist die Sicherheit an der Oberfläche kritisch. Die Verwendung von Nitrox ist praktisch unverzichtbar, um die Nullzeit zu maximieren und die Erschöpfung bei 3 bis 4 Tauchgängen täglich zu minimieren.

Reisezeit: Wann man den Tiefen Süden besuchen sollte

Obwohl man das ganze Jahr über tauchen kann, verändert sich der Tiefe Süden je nach Monat drastisch – insbesondere was die Wassertemperatur und das Vorkommen von Großfisch angeht.



Dezember bis Februar (Winter): Die härteste Zeit aufgrund von Wind und Wellengang. Das Wasser kühlt auf 22–23 °C ab, und die Überfahrten in den Süden können unruhig sein. Dennoch sieht man zu dieser Zeit Graue Riffhaie und Ozeanische Haie besonders nah an der Oberfläche. Nur für Tau

März bis Mai (Frühling): Eine der besten Zeiten. Das Wasser beginnt sich zu erwärmen (24–26 °C). Dies ist die Hauptsaison für Sichtungen von Walhaien und großen Fischschwärmen. Der Wind ist mäßig, was die langen Überfahrten nach St. Johns angenehmer macht.

Juni bis August (Sommer): Die Hitze an der Oberfläche kann extrem sein (über 40 °C), aber unter Wasser ist dies die beste Zeit für Hammerhaie, die in flachere Gefilde aufsteigen. Das Wasser liegt bei etwa 28–30 °C, was das Tauchen im 3mm-Anzug erlaubt. Das Meer ist meist sehr ruhig.

September bis November (Herbst): Die Sternstunden für den Ozeanischen Weißspitzenhai (Longimanus), besonders bei Rocky und Zabargad. Die Wassertemperatur ist mit 26–27 °C weiterhin angenehm und die Sichtweite erreicht ihr Maximum. Es ist die ausgewogenste Zeit für diese Route.

Vergleichstabelle: Safari-Schiffe im Roten Meer

Um dir die Entscheidung bei so vielen Optionen zu erleichtern, findest du hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Schiffe für den Tiefen Süden:

Liveaboard

Kategorie

Preis (ca.)

Routen

Kapazität

Eslora / Material

Nitrox

Ideal für…

Disponibilidad

RS Aggressor V

Wirtschaftlich

112€/Tag

Deep South (Zabargad, Rocky, Elba)

26

39.9m / Stahl (3 Decks)

Gegen Gebühr

Stahl-Stabilität & Pro-Fotografen

Emperor Asmaa

Wirtschaftlich

113€/Tag

St. Johns, Fury Shoals, BDE

18

30m / Holz (3 Decks)

GRATIS

Kleine Gruppen & keine Extras

Ghazala Adventure

Preis-Leistung

162€/Tag

BDE, St. Johns, Nord

26

43m / Holz (4 Decks)

GRATIS

Alleinreisende (Suiten) & modern

Red Sea Explorer

Preis-Leistung

162€/Tag

Deep South, Elba, BDE

24

43m / Holz (4 Decks)

GRATIS

Max. Sicherheit (ENOS) & Luxus

Aphrodite

Premium

275€/Tag

Fury Shoals, St. Johns, BDE

23

35m / Holz (4 Decks)

GRATIS

Familien & Liebhaber von Klassik

Die besten Schiffsempfehlungen für die Südroute

In den tiefen Süden Ägyptens zu reisen bedeutet, mehr Stunden auf See zu verbringen und sich weit von den Massen zu entfernen. Auf Routen wie St. John’s oder Fury Shoals wird das Schiff zu deinem einzigen Zufluchtsort. Daher sind Stabilität und eine tadellose Logistik mit den Zodiacs (Beibooten) nicht verhandelbar.

Dies sind die Schiffe, die in diesem Gebiet am besten operieren und dabei Robustheit, die Erfahrung der Guides und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis in Einklang bringen

Red Sea Aggressor V — Stahlharte Stabilität für entlegene Ziele

Wenn uns die Aggressor IV schon gefallen hat, dann ist die V der „Entdecker-Bruder“. Es ist ein Stahlschiff (ein entscheidender Punkt für die Stabilität), das hauptsächlich im Großen Süden (Zabargad, Rocky und sogar das abgelegene Elba Reef) operiert. Das Beste an diesem Schiff: Es startet meist ab Hamata. Das ist wichtig, denn du sparst dir viele Stunden „tote“ Navigationszeit und bist fast vom ersten Tag an mitten in den besten Tauchspots des Südens.

Das Schiff fühlt sich immer noch brandneu an (die Bewertungen von 2025 bestätigen das), was man an der hochwertigen Kabinenausstattung merkt. Hier gibt es keine engen Etagenbetten oder laute Motoren, die dich nicht schlafen lassen; die Kabinen sind gut isoliert und geräumig. Wer zwischen den Tauchgängen entspannen möchte, wird den Whirlpool auf dem Oberdeck lieben – nach einem Nachttauchgang ist das ein wahrer Luxus.

Was wirklich zählt: Für Fotografen ist dieses Schiff ein Juwel. Es gibt spezielle Kameratische, eigene Spülbecken für das Equipment und sogar Druckluftdüsen zum Trocknen der Gehäuse. Die Logistik erlaubt bis zu 5 Tauchgänge täglich (einschließlich Nachttauchgängen), was nicht viele Schiffe bieten.

Routen: Der Spezialist für den Deep South. Wenn du Zabargad, die Rocky Islands sehen oder bis zur Grenze zum Sudan am Elba Reef tauchen willst, ist dies eines der wenigen Schiffe internationaler Flotten, das dies regelmäßig anbietet.

Ideal für dich, wenn: Du ein robustes Stahlschiff suchst, das bei Wellengang ruhig liegt, du ab dem Süden (Hamata) starten willst, um die Tauchzeit zu maximieren, und einen hohen, verlässlichen Servicestandard erwartest.

4.8 bei Divebooker · Ab 112 €/Tag · Stahlrumpf · Abfahrt ab Hamata · Bis zu 5 Tauchgänge/Tag · Whirlpool an Bord


Emperor Asmaa — Familiäres Tauchen und Inklusivleistungen, die du nicht extra zahlst

Wenn die Aggressor V der „Stahlpanzer“ ist, dann ist die Asmaa das „Boutique-Schiff“ der Region. Mit nur 30 Metern Länge und maximal 18 Gästen bietet sie einen entscheidenden Vorteil für die Südroute: An Plätzen wie den Labyrinthen von St. John’s oder den Höhlen von Fury Shoals ist eine kleine Gruppe Gold wert – kein Vergleich zu Massen von 26 Tauchern, die sich gegenseitig mit den Flossen treffen.

Die Asmaa ist nicht das modernste Schiff der Welt (letzte Renovierung 2015), aber die Emperor-Flotte genießt einen tadellosen Ruf für ihren Service und das Essen. Es ist eines der wenigen Schiffe, bei denen der Rotwein zum Abendessen inklusive ist. Es ist ein Schiff von Tauchern für Taucher, ohne unnötigen Schnickschnack, dafür mit einer deutlich persönlicheren Atmosphäre als auf den großen Pötten.

Was wirklich zählt: Nitrox und WLAN sind GRATIS. Zudem ist das Schiff bestens auf technisches Tauchen oder Sidemount vorbereitet – hier wird niemand schräg angeschaut, wenn er mit Doppelgerät abtaucht. Das Verhältnis von Guides zu Gästen (9:1) garantiert, dass du im Blauwasser immer bestens betreut bist.

Routen: Sie bewegt sich hervorragend in St. John’s und Fury Shoals. Auch die „Simply the Best“-Kombination (BDE) steht auf dem Plan, aber ihre Stärke ist der tiefe Süden, wo sie durch ihre Größe wendiger zwischen den Riffen navigieren kann.

Ideal für dich, wenn: Du allein reist (man findet sofort Anschluss), massenhaft belegte Schiffe hasst oder erstklassigen Service suchst, ohne den Aufpreis einer Luxusyacht zu zahlen.

4.8 bei Divebooker · Ab 113 €/Tag · Nur 18 Plätze · Nitrox & WLAN GRATIS · Wein zum Abendessen inklusive · Tech-Support


Ghazala Adventure — Der Stahlriese mit Einzel-Suiten für Alleinreisende

Wenn du ein Schiff suchst, das sich unter deinen Füßen absolut solide anfühlt, dann ist dieser 43 Meter lange Gigant eines der größten Schiffe, die du finden wirst. Da es aus Stahl gefertigt ist, liegt es extrem ruhig im Wasser. Was mir an der Ghazala besonders gefällt: Sie wurde für den modernen Taucher konzipiert. Es gibt spezielle Einzel-Suiten sowohl auf dem Ober- als auch auf dem Unterdeck. Wenn du alleine reist und deine Kabine nicht mit einem Fremden teilen möchtest, ist dies dein Schiff.

Das Schiff ist sehr lichtdurchflutet, hat einen riesigen Salon und einen Fotografie-Bereich, den sich manch teureres Schiff nur wünschen könnte – inklusive spezieller Arbeitstische und Ladestationen. Zudem hat die Crew den Ruf, extrem serviceorientiert zu sein, beim Equipment zu helfen und sehr detaillierte Briefings zu geben, die viel Sicherheit vermitteln.

Was wirklich zählt: Nitrox und WLAN sind GRATIS. Bei einem Schiff dieser Kategorie und Größe spart man durch das kostenlose Nitrox direkt etwa 70–80 € pro Woche. Zudem sorgt die Logistik mit zwei großen Zodiacs dafür, dass das Abspringen ins Wasser schnell und ohne Stress abläuft.

  • Routen: Ein echter Allrounder. Von der Nordroute und Wracks bis hin zu BDE und dem Deep South (St. John’s und Rocky). Eine exzellente Wahl, wenn du die Kombination aus Daedalus und St. John’s ab Port Ghalib machen möchtest.
  • Ideal für dich, wenn: Du ein modernes, sehr stabiles Schiff suchst, alleine reist (wegen der Einzel-Suiten) oder Fotograf bist und echten Platz für dein Equipment benötigst.

5.0 bei Divebooker · Ab 162 €/Tag · Baujahr 2021 (Stahl) · Nitrox & WLAN GRATIS · Einzel-Suiten · Kamera-Ladestation


Red Sea Explorer — Der stählerne Titan

Dieses 2019 gebaute Schiff spielt in einer eigenen Liga, was Robustheit betrifft. Gefertigt aus massivem Stahl, ist es eine schwere und ultra-stabile Plattform – ideal für alle, die auf den langen Überfahrten nach St. John’s oder in den Deep South zur Seekrankheit neigen. Es wird von Extra Divers betrieben (extrem populär im deutschsprachigen Raum), was eine Organisation auf höchstem Niveau garantiert: Alles ist tadellos, die Zeitpläne werden eingehalten und Sicherheit hat oberste Priorität.

Was dieses Schiff einzigartig macht, ist die Royal Suite auf dem Oberdeck: Sie bietet einen 180-Grad-Ausblick, eine private Terrasse und sogar eine Regendusche. Aber auch die Standardkabinen sind geräumig und modern. Zudem ist es eines der wenigen Schiffe, das das ENOS-System nutzt (ein elektronisches Rettungssystem zur Ortung von Tauchern an der Oberfläche), was bei starken Strömungen ein enormes Sicherheitsplus bietet.

Was wirklich zählt: Nitrox und WLAN sind GRATIS. Der Essbereich ist riesig, sodass man sich am Buffet nicht in die Quere kommt – ein echter Vorteil bei 24 Gästen. Wenn du Guides suchst, die wirklich wissen, wo der Großfisch zu finden ist, bestätigen die Bewertungen, dass die Divemaster hier zu den besten im Roten Meer gehören.

Routen: Deckt das gesamte Spektrum ab, glänzt aber besonders auf Langzeitrouten wie Deep South & Elba Reef (10–11 Nächte). Startet hauptsächlich ab Port Ghalib.

Ideal für dich, wenn: Du maximale Sicherheit suchst (ENOS-System), ein modernes und stabiles Stahlschiff bevorzugst oder dir den Luxus der besten Suite im Roten Meer gönnen möchtest.

5.0 bei Divebooker · Ab 162 €/Tag · Stahlrumpf (Baujahr 2019) · ENOS-Rettungssystem · Nitrox & WLAN GRATIS · Royal Suite mit Terrasse


Aphrodite — Klassischer Komfort und totale Entspannung auf dem Holzdeck

Im Gegensatz zu den stählernen Titanen, die wir bisher gesehen haben, ist die Aphrodite eine 35 Meter lange Holzyacht, die spezifisch für das Tauchen gebaut wurde. Wenn für dich eine Safari ohne das Gefühl eines „klassischen Schiffes“ und Teakholzdecks nicht vollständig ist, dann ist dies dein Platz. Sie ist zwar nicht die größte, bietet aber etwas, das viele lieben: drei verschiedene Sonnendecks, einschließlich einer schattigen Lounge mit Bar, sodass du immer eine ruhige Ecke für dich findest.

Die Kabinen sind geräumig und verfügen alle über eine eigene Minibar – ein Detail, das man nach einem Nachttauchgang sehr schätzt. Zudem ist der Essbereich so konzipiert, dass die 23 Gäste ohne Enge speisen können, was eine angenehm private Atmosphäre schafft.

Was wirklich zählt: Nitrox und WLAN sind GRATIS. Die Tauchplattform ist trotz der Holzbauweise hervorragend durchdacht, mit rutschfestem Teakholz und großzügigem individuellem Stauraum. Wenn du mit der Familie reist: Es gibt eine spezielle Familienkabine auf dem Hauptdeck für 3 Personen – eine echte Seltenheit auf Safarischiffen.

Routen: Sie überzeugt auf den Routen nach St. John’s und Fury Shoals (wo oft kombinierte Tauch- und Schnorcheltrips nach Sataya angeboten werden). Zudem bedient sie die BDE-Route und den klassischen Norden ab Hurghada oder Port Ghalib.

Ideal für dich, wenn: Du den Charme eines gut gepflegten Holzschiffes bevorzugst, als Familie reist oder ein Schiff mit vielen Außenbereichen zum Entspannen suchst.

Ab 275 €/Tag · Nitrox & WLAN GRATIS · 3 Sonnendecks · Kabinen mit Minibar · Spezialist für Fury Shoals & St. Johns


Wichtige Hinweise vor der Buchung

Bevor du dich festlegst, solltest du wissen, dass die angegebenen Preise lediglich als Orientierung für 7 Nächte in einer Doppelkabine dienen. Je nach Saison, Kabinentyp oder aktuellen Sonderaktionen können diese variieren. Beachte auch, dass in den meisten Fällen die obligatorischen Nationalpark- und Hafengebühren nicht im Basispreis enthalten sind und erst am Zielort bezahlt werden. Je nach Route liegen diese Gebühren meist zwischen 150 € und 250 € pro Woche.

Beim Nitrox gibt es Unterschiede: Einige Schiffe bieten es ohne Aufpreis an, während andere es separat berechnen. Es lohnt sich, dies vor der Buchung zu klären, falls du viele Wiederholungstauchgänge planst. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Fahrten eines Schiffes exakt dieselbe Route verfolgen. Viele Schiffe wechseln ihre Itinerare im Laufe des Jahres. Prüfe daher vor der Zahlung genau, ob deine gewählte Woche auch wirklich St. John’s, Rocky oder Zabargad ansteuert, wenn der Tiefe Süden dein Ziel ist.

Gerade auf den Routen im äußersten Süden kann der Reiseplan aufgrund der Wetterbedingungen angepasst werden. Hier priorisiert der Kapitän immer die Sicherheit und den Zustand des Meeres. Wenn du schließlich ein sehr niedriges Preisangebot findest, schau genau hin, was enthalten ist: von Transfers und Nitrox bis hin zu Gebühren oder der Miete für eine 15-Liter-Flasche. Oft erweist sich ein scheinbar höherer Preis als wettbewerbsfähiger, wenn die wichtigsten Extras bereits inklusive sind.

Tipps für die Auswahl nach deinem Profil

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis — Emperor Asmaa Wenn deine Priorität darauf liegt, das Budget zu schonen, ohne auf eine professionelle Abwicklung zu verzichten, ist die Asmaa unschlagbar. Es ist ein „familiäres“ Schiff (nur 18 Plätze), bei dem du ordentlich sparst, da Nitrox, WLAN und sogar der Wein zum Abendessen bereits inklusive sind. Ideal, wenn du eine persönliche Atmosphäre suchst und Guides schätzt, denen das Riff am Herzen liegt und nicht nur das Trinkgeld.

Erschwinglicher Komfort und Stabilität — Red Sea Aggressor V Dieses Schiff ist das „Schnäppchen“ auf der Liste, wenn du ein Stahlschiff suchst. Zu einem ähnlichen Preis wie bei Holzschiffen erhältst du hier die Stabilität eines Giganten der Aggressor-Flotte. Perfekt, wenn du in den tiefen Süden (Zabargad/Rocky) willst – mit der Garantie einer internationalen Marke und einer Plattform, die auf bis zu 5 Tauchgänge am Tag ohne Stress ausgelegt ist.

Mehr Komfort und Platz — Ghazala Adventure Hier bemerkst du den Qualitätssprung sofort. Mit 43 Metern aus Stahl (Baujahr 2021) ist dies ein sehr modernes und lichtdurchflutetes Schiff. Es ist die beste Option, wenn du alleine reist und eine eigene Einzel-Suite möchtest, oder wenn du das Gefühl einengender Schiffe einfach hasst. Die Ghazala liegt extrem stabil im Wasser und bietet einen der besten Gemeinschaftsbereiche der Region.

Für anspruchsvolle Taucher und Sicherheit — Red Sea Explorer Wenn du bei der Sicherheit keine Kompromisse machst, ist dies dein Schiff. Der Stahlkoloss ist mit dem ENOS-Rettungssystem (elektronische Ortung von Tauchern) ausgestattet, was bei den Strömungen im Süden für echte Gelassenheit sorgt. Zudem bietet die Royal Suite mit 180-Grad-Ausblick und privater Terrasse den höchsten Standard, den du auf dieser Route finden wirst.

Klassisches Premium mit Extras — Aphrodite Für alle, die den traditionellen Luxus von gut verarbeitetem Holz suchen. Der Preis ist höher, spiegelt sich aber in Details wie Minibars in jeder Kabine, drei Sonnendecks und einer speziellen Familienkabine wider. Es ist das ideale Schiff für eine Reise mit totaler Entspannung, exzellentem Service und einer erstklassigen Tauchplattform aus Teakholz.



Ist die Deep South Route das Richtige für dich?

Diese Route ist für dich geeignet, wenn du das Rote Meer bereits kennst und den Menschenmassen des Nordens entfliehen möchtest. Es ist das ideale Itinerary für Taucher, die unberührte Riffe und ozeanische Steilwände den Überresten gesunkener Schiffe vorziehen. Du solltest auf eine Expeditionslogistik vorbereitet sein: lange Überfahrten, offenes Meer und eine abgelegene Umgebung, in der du tagelang keine anderen Boote sehen wirst.

Es ist nicht die richtige Wahl, wenn du Anfänger bist oder dich beim Tauchen vom Zodiac aus bei Wellengang unwohl fühlst. Die körperliche Anforderung ist aufgrund der Strömungen und der Intensität der Tauchgänge höher als auf anderen Routen. Wenn du totale Entspannung und immer ruhiges Wasser suchst, könnte der Tiefe Süden zu wild für dich sein. Es ist eine Reise für eigenverantwortliche Taucher, die die Natur in ihrem reinsten Zustand schätzen und denen es nichts ausmacht, für die Exklusivität der abgelegensten Riffe Ägyptens auf gewisse Annehmlichkeiten zu verzichten.

Praktische Tipps

Der Schlüssel im Tiefen Süden ist die Selbstgenügsamkeit. Da die Route so abgelegen ist, solltest du kritische Ersatzteile wie Maskenbänder, O-Ringe und eine Ersatzbatterie für den Tauchcomputer mitnehmen. Wenn mitten in St. Johns etwas ausfällt, gibt es keine Geschäfte oder externe Versorgung, bis du wieder im Hafen bist.

Achte auf eine konstante Hydrierung. Die trockene Luft aus den Flaschen und die Hitze der Wüste dehydrieren schnell, was das Risiko für Müdigkeit und Dekompressionsprobleme erhöht. Trinke zwischen jedem Tauchgang Wasser, auch wenn du keinen Durst verspürst, und nutze nach dem Tauchen einen Windkiller, damit die Brise dich nicht auskühlt und deine Ohren beeinträchtigt.

Passe dein Blei am ersten Tag gut an. Das Rote Meer hat einen sehr hohen Salzgehalt, und du wirst etwas mehr Gewicht benötigen als an anderen Orten, um am Ende des Tauchgangs einen entspannten Sicherheitsstopp zu halten, besonders bei Aluminiumflaschen.

Triff schließlich Vorsorge für deine Ohren. Bei 18 bis 22 Tauchgängen in einer Woche wird der Gehörgang stark beansprucht. Die Verwendung von Ohrentropfen (wie verdünntem Essig oder speziellen Mischungen) nach jedem Tauchtag kann Infektionen vorbeugen, die dich sonst dazu zwingen könnten, auf dem Boot zu bleiben, bevor die Reise zu Ende ist.

Häufige Fehler

Der häufigste Fehler auf dieser Route ist ein schlechtes Stickstoffmanagement und Übermüdung. Da es sich um eine Reise mit vielen aufeinanderfolgenden Tauchgängen und Wandprofilen handelt, neigen einige Taucher dazu, unbedingt jeden Nachttauchgang mitmachen zu wollen. Dies führt oft zu einer Erschöpfung, die verhindert, dass man die Tauchgänge in der Morgendämmerung genießen kann – genau dann, wenn die Chancen auf Großfisch am höchsten sind.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, beim Tauchen im Blauwasser das Manometer nicht im Auge zu behalten. An Plätzen wie Rocky Island ist die Sichtweite so extrem hoch, dass man leicht das Gefühl für Tiefe und Anstrengung verliert. Wenn dann noch eine starke Gegenströmung hinzukommt, kann die Luftreserve aufgrund fehlender fester visueller Referenzpunkte viel schneller aufgebraucht sein als geplant.

Viele Taucher machen zudem den Fehler, eine unvollständige oder nicht gewartete Ausrüstung mitzubringen. Sich darauf zu verlassen, dass das Boot in einer so abgelegenen Region genau das passende Ersatzteil für dein Reglermodell oder deinen Computer vorrätig hat, ist riskant. Ein kleiner technischer Defekt an einem Schlauch oder eine leere Batterie kann dich im Süden für mehrere Tage aus dem Wasser werfen, da es keinen Nachschub gibt.

Schließlich gibt es die Tendenz, nur ins Blauwasser zu starren, um Haie zu finden, und dabei die Riffwand komplett zu ignorieren. Der Tiefe Süden beherbergt einige der spektakulärsten Korallengärten Ägyptens; wer sich zu sehr auf Pelagialfische fixiert, verpasst die unglaubliche Makro-Biodiversität und die Weichkorallenlandschaften, die diese Route eigentlich ausmachen.

Geschätztes Budget

Die Kosten für die Deep South Route sind aufgrund der längeren Fahrstrecken etwas höher als im Norden, dennoch bleibt sie eine der Expeditionen mit dem weltweit besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 2026 liegen die Durchschnittspreise für eine Woche All-inclusive-Tauchsafari zwischen 1.300 € und 1.600 €.

Zu diesem Basispreis müssen die obligatorischen Kosten hinzugerechnet werden, die meist separat oder in bar an Bord bezahlt werden. Der internationale Flug (über Kairo oder direkt nach Hurghada/Marsa Alam) liegt in der Regel zwischen 450 € und 600 €. Das Einreisevisum für Ägypten kostet 25 $ und die Nationalpark- sowie Hafengebühren für die Südrouten belaufen sich üblicherweise auf 120 € bis 150 €.

Was die optionalen Extras betrifft, kostet Nitrox für die Woche meist etwa 60 € (wobei viele höherklassige Schiffe dies bereits inkludiert haben). Die Trinkgelder für die Crew, die aus kulturellen Gründen praktisch obligatorisch sind, liegen zwischen 70 € und 100 € pro Passagier. Wenn du eine komplette Leihausrüstung benötigst, solltest du mit zusätzlich 180 € bis 200 € kalkulieren.

Insgesamt bewegt sich ein realistisches Budget für die Deep South Route inklusive allem (Flüge, Gebühren und Extras) in einem Rahmen von 2.100 € bis 2.500 € pro Person.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine Tauchversicherung erforderlich? Ja, sie ist obligatorisch und muss die medizinische Evakuierung sowie die Behandlung in einer Druckkammer abdecken. In dieser Region gibt es keine medizinische Infrastruktur, und der Einsatz eines Hubschraubers für Notfalltransporte ist bei einem Dekompressionsunfall die einzige Option. Denke daran, dass du bei einer Buchung über Liveaboard Zugang zu speziellen Versicherungen hast, die diese Risiken in abgelegenen Gebieten abdecken.

Gibt es im Süden Handyempfang oder Internet? Das Signal verschwindet fast vollständig, sobald sich das Schiff von der Küste in Richtung St. Johns oder zu den ozeanischen Inseln entfernt. Einige Schiffe bieten WLAN via Satellit an, aber es ist sehr langsam und reicht nur für einfache Textnachrichten. Stelle dich darauf ein, den Großteil der Woche offline zu sein.

Kann man diese Route ohne den Advanced-Status machen? Technisch gesehen erlauben einige Schiffe Open Water Divern an Bord zu gehen, aber es ist nicht empfehlenswert. Du würdest die meisten interessanten Tauchplätze verpassen, die tiefer als 18 Meter liegen. Ideal ist es, die ersten Tage der Safari zu nutzen, um den Advanced-Kurs direkt an Bord zu absolvieren, falls du ihn noch nicht hast.

Was passiert, wenn ich seekrank werde? Die Überfahrten in den Süden führen über das offene Meer und können unruhig sein. Wenn du anfällig für Seekrankheit bist, ist es wichtig, dass du Medikamente von zu Hause mitbringst und diese bereits einnimmst, bevor das Schiff den Hafen verlässt. Sobald die Übelkeit erst einmal da ist, ist sie viel schwerer in den Griff zu bekommen.

Der nächste Schritt: Wähle deine Tauchsafari

Nun, da du die Details der Deep South Route und die verschiedenen Schiffsprofile kennst, ist der nächste Schritt, die aktuelle Verfügbarkeit für deine Termine zu prüfen.

Diese Expedition ist bei erfahrenen Tauchern sehr gefragt und die Plätze sind begrenzt, da nicht alle Schiffe bis in den äußersten Süden fahren. Die besten Wochen sind oft weit im Voraus ausgebucht, besonders in den Zeiten mit den besten Meeresbedingungen.

Wähle dein Schiff sorgfältig aus, prüfe, welche Leistungen inklusive sind (wie Nitrox, Nationalparkgebühren oder Transfers) und vergleiche die Optionen, bevor du dich entscheidest. Hier kannst du die aktuelle Verfügbarkeit prüfen und Preise vergleichen, um dir deinen Platz auf dieser Route zu sichern.

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