PADI, SSI, CMAS und mehr
Welchen Tauchverband wählen? (Und warum es kaum einen Unterschied macht)

Das ist die erste Frage, die sich fast jeder stellt, bevor er einen Tauchkurs belegt. Und gleichzeitig die, die am meisten Verwirrung stiftet – im Internet findet man für jede Meinung Argumente: PADI sei die beste, weil sie überall anerkannt wird. CMAS bilde bessere Taucher aus. SSI sei moderner. Und manche sagen, es spiele gar keine Rolle, was auf der Karte steht.

Die ehrliche Antwort: Der Verband spielt weniger eine Rolle, als es scheint – aber er ist auch nicht völlig egal. Was wirklich zählt, ist der Tauchlehrer. Und es gibt ein paar echte Unterschiede zwischen den Verbänden, die man kennen sollte, bevor man sich entscheidet.

Was ein Tauchverband ist – und was nicht

Ein Tauchverband ist keine Tauchschule und kein Kursanbieter. Er ist eine Organisation, die Mindeststandards für Tauchkurse festlegt, Tauchlehrer ausbildet und die Zertifizierungskarten ausstellt. Das Tauchzentrum, bei dem man den Kurs macht, kann mit PADI, SSI, CMAS oder mehreren gleichzeitig arbeiten – der Verband ist das Qualitätssiegel hinter dem Lehrer.

Weltweit gibt es über 160 Tauchverbände. Die meisten sind regional oder sehr klein. Wer reisen möchte, sollte sich auf diese konzentrieren: PADI, SSI, CMAS, NAUI, BSAC, SDI/TDI und RAID.

WRSTC und ISO: Wer steckt dahinter?

Hinter all diesen Verbänden stehen zwei Organisationen, die in Tauchartikeln selten erwähnt werden, aber viel darüber erklären, wie die Branche funktioniert.

Der WRSTC (World Recreational Scuba Training Council, wrstc.com) wurde 1999 von den größten Tauchverbänden selbst gegründet. Es ist kein externes Gremium, das Vorschriften macht – es ist ein Club, den die Verbände selbst ins Leben gerufen haben, um sich selbst zu regulieren. Die Idee dahinter: Wenn die Verbände eigene Mindestsicherheitsstandards setzen und einhalten, müssen Regierungen nicht mit eigenen Gesetzen eingreifen. Aktuelle Mitglieder sind unter anderem PADI, SSI, NAUI, SDI und RAID. Der WRSTC zertifiziert keine Taucher – er legt nur die Mindestanforderungen für die Kurse der Mitgliedsverbände fest.

Die ISO (Internationale Organisation für Normung, Sitz in Genf) verabschiedete 2007 sechs spezifische Normen für Freizeittauchen. Die wichtigste ist ISO 24801, die drei Stufen definiert: Supervised Diver (Anfänger unter Aufsicht), Autonomous Diver (entspricht Open Water / CMAS 1★) und Dive Leader (entspricht Advanced / CMAS 2★–3★). Jedes Jahr werden weltweit rund 1,7 Millionen Menschen nach diesen Normen zertifiziert. In Ägypten orientiert sich die CDWS (Chamber of Diving and Watersports, die offizielle Aufsichtsbehörde für Tauchen) bei der Anerkennung von Zertifikaten an der ISO-Norm – nicht an der PADI-Tabelle. Ein Zertifikat ist dort also gültig, wenn es die ISO erfüllt, unabhängig vom Verband.

Warum ist CMAS nicht im WRSTC?

CMAS ist dem WRSTC nie beigetreten – und wurde auch nicht ausgeschlossen. CMAS arbeitet seit 1959 mit einem eigenen unabhängigen internationalen Normensystem, Jahrzehnte bevor der WRSTC überhaupt gegründet wurde. Wichtig für Taucher: CMAS erfüllt die ISO-Norm. CMAS 1★ entspricht ISO 24801-2 (Autonomous Diver) und übertrifft diese sogar – es werden mehr Pooleinheiten und mehr Freiwasserprüfungen verlangt, als die Norm vorschreibt. CMAS 2★ und 3★ entsprechen ISO 24801-3 (Dive Leader).

Kurz gesagt: WRSTC und ISO sind keine Tauchschulen – man kann sich dort nicht zertifizieren lassen. Sie sind die Referenzrahmen, die sicherstellen, dass ein PADI Open Water, ein SSI Open Water und ein CMAS 1★ dieselben grundlegenden Fertigkeiten vermitteln, auch wenn das Logo auf der Karte unterschiedlich ist.

PADI – der größte, teuerste und bekannteste Verband

Gegründet 1966 in Illinois (der Hauptsitz zog 1970 nach Kalifornien), hat PADI über 30 Millionen Zertifikate ausgestellt. PADI ist der bekannteste Verband an Tauchtourismuszentren weltweit: in Thailand, Bali, der Karibik oder den Malediven sind die meisten Tauchzentren PADI-zertifiziert oder haben PADI-Lehrer. Wer seine PADI-Karte vorlegt, muss nirgendwo auf der Welt erklären, was das ist.

Was selten erwähnt wird: PADI ist ein Franchiseunternehmen. Tauchzentren zahlen etwa 70–95 USD pro zertifiziertem Schüler für Karte und Materialien, dazu jährliche Mitgliedsbeiträge. Diese Kosten werden an die Kursteilnehmer weitergegeben. „Put Another Dollar In“ ist der Witz, der unter Lehrern anderer Verbände kursiert – und er ist nicht ganz unbegründet.

Der PADI-Lehrplan ist starr: Der Lehrer darf die Reihenfolge der Übungen nicht ändern. Das hat Vorteile in puncto Konsistenz, aber manche Lehrer bleiben einfach beim Schema, ohne sich an den Schüler anzupassen.

Orientierungspreise Open Water mit PADI:

  • Europa: 400–600 €
  • Tropische Reiseziele (Koh Tao, Hurghada, Sharm): 250–400 €
  • Karibik: 300–500 USD

SSI – der digitale, flexible Verband (und ein wichtiges Detail)

Gegründet 1970 in Colorado, wurde SSI 2014 von HEAD NV übernommen – dem Konzern, zu dem auch die Tauchausrüstungsmarke Mares gehört. Das ändert nichts an der Ausbildungsqualität, aber in einem SSI-Zentrum kann es vorkommen, dass Empfehlungen für Ausrüstung in Richtung HEAD-Marken (vor allem Mares) tendieren. Nichts Schlimmes, aber gut zu wissen.

Was SSI von PADI unterscheidet: Die Kursmaterialien sind online kostenlos verfügbar, was Kosten für Zentren und Schüler senkt. Und der Lehrer hat mehr Freiheit, die Reihenfolge der Übungen an das Tempo des Schülers anzupassen. SSI-Lehrer sparen gegenüber PADI-Lehrern jährlich über 1.500 USD an Berufskosten – was erklärt, warum viele Lehrer SSI bevorzugen.

Ein konkreter technischer Unterschied: Beim Szenario „Luft leer“ lehrt PADI, den Ersatzatemregler des Buddys zu nehmen; SSI lehrt, den eigenen anzubieten und vom Ersatzregler des Buddys zu atmen. Keines ist besser oder schlechter – es ist eine andere Philosophie.

Orientierungspreise Open Water mit SSI:

  • Europa: 300–500 €
  • Tropische Reiseziele: 200–350 €

CMAS und VDST – die europäische, anspruchsvollste und günstigste Option


CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques – Weltverband der Unterwasseraktivitäten) wurde 1959 in Monaco von Jacques-Yves Cousteau gegründet. Es ist der älteste der großen Verbände und der einzige, der vom Internationalen Olympischen Komitee und der UNESCO anerkannt wird.

VDST und CMAS sind in der Praxis dasselbe. Der VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) ist der deutsche nationale Verband, der CMAS angehört. Wer seinen Tauchschein beim VDST in einem angeschlossenen Verein macht, erhält automatisch die internationale CMAS-Zertifizierung. Die Karte hat zwei Seiten: eine mit dem VDST-Siegel und eine mit dem internationalen CMAS-Standard auf Englisch. In Spanien heißt der Verband FEDAS, in Frankreich FFESSM, in Italien FIAS, in Mexiko FMAS – alle stellen dieselbe internationale CMAS-Zertifizierung aus, nur unter ihrem nationalen Namen. Wer den nationalen Tauchschein und die internationale CMAS-Karte hat, kann damit weltweit tauchen.

Was die CMAS-Ausbildung unterscheidet:

Die CMAS-Ausbildung ist im Pool anspruchsvoller als PADI oder SSI. Notfallsituationen werden wirklich geübt: Die Flasche wird ohne Vorwarnung abgedreht, damit man den Notaufstieg übt, die Maske wird abgenommen, echte Geräteausfälle werden simuliert. PADI und SSI beinhalten diese Situationen auf Grundstufe nicht. Das Ergebnis ist ein Taucher, der besser auf Unerwartetes vorbereitet ist.

Die Tiefengrenzen unterscheiden sich ebenfalls: CMAS 1★ erlaubt bis zu 20 Meter (PADI Open Water nur 18 m). CMAS 2★ geht bis 40 Meter und umfasst Dekompressionsplanung und Erste Hilfe – Inhalte, die PADI erst beim Rescue Diver behandelt. Ein CMAS-2★-Taucher hat eine Ausbildung, die PADI AOW + Rescue Diver zusammen entspricht.

CMAS ist gemeinnützig. Die Kurse finden hauptsächlich in Tauchvereinen statt, was die Kosten erheblich senkt. Es ist die günstigste Zertifizierung unter den großen Verbänden.

Orientierungspreise CMAS 1★:

  • Deutschland im VDST-Verein: 150–300 €
  • Frankreich im FFESSM-Verein: 150–300 €
  • Tunesien: ca. 250 € (gegenüber ca. 450 € für PADI am selben Ort)

Wird mein CMAS-Schein in Thailand, Bali oder der Karibik anerkannt?

Das ist die eigentliche Frage, die sich jeder CMAS-Taucher vor einer langen Reise stellt.

PADI hat eine offizielle Äquivalenztabelle, in der CMAS-Zertifikate ausdrücklich anerkannt werden: CMAS 1★ entspricht PADI Open Water, CMAS 2★ entspricht PADI Advanced Open Water + Rescue Diver, und CMAS 3★ entspricht PADI Divemaster. Jedes PADI-Tauchzentrum weltweit sollte die Karte akzeptieren, wenn sie korrekt vorgezeigt wird.

Das praktische Problem: In Destinationen, wo PADI dominiert – Thailand, Philippinen, Bali, Karibik – kennen viele junge Tauchlehrer die CMAS-Karte einfach nicht, weil sie noch nie eine gesehen haben. Es bedeutet nicht, dass sie sie ablehnen – sie erkennen das Logo nicht auf Anhieb.

Die praktische Lösung:

  1. Die englischsprachige Seite der CMAS-Karte vorzeigen – die internationale Seite der VDST/CMAS-Karte enthält bereits englischen Text
  2. Das Logbuch mit eingetragenen Tauchgängen mitbringen
  3. Bei Zweifeln die offizielle PADI-Äquivalenztabelle auf padi.com auf dem Handy zeigen – diese erkennt CMAS ausdrücklich an

Nach Ländern:

  • Europa: kein Problem. CMAS ist in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und Osteuropa stark vertreten
  • Rotes Meer und Naher Osten: ohne Probleme anerkannt in Ägypten, Jordanien, Libanon. In Ägypten gilt die ISO-Norm als Referenz – CMAS ist damit automatisch anerkannt
  • Sudan: Liveaboard-Betreiber nennen ausdrücklich CMAS 2★ neben PADI AOW als gültiges Zertifikat – mit mindestens 50 eingetragenen Tauchgängen
  • Thailand und Philippinen: PADI dominiert, aber mit englischer Karte + Logbuch kein ernsthaftes Problem
  • Bali (Indonesien): mehr Aufklärung nötig als in Ägypten, aber mit den oben genannten Mitteln lösbar
  • Saudi-Arabien, Dschibuti und Eritrea: aufkommende Liveaboard-Destinationen mit wenig Infrastruktur – englische Karte, Logbuch und PADI-Äquivalenztabelle auf dem Handy sind die beste Vorbereitung

NAUI – der älteste und strengste Verband

NAUI (National Association of Underwater Instructors) wurde 1960 gegründet – ein Jahr vor PADI. Es ist eine gemeinnützige Organisation, bekannt für die höchsten Ausbildungsstandards im Freizeittauchen. NAUI kooperiert mit den US Navy SEALs, der NASA (Astronautentraining im Neutralauftriebslabor) und Walt Disney World – das sagt viel über den Anspruch aus.

Die NAUI-Ausbildung gibt dem Lehrer mehr Freiheit als PADI, verlangt mehr Zeit im Wasser und legt von Anfang an großen Wert auf Rettung und Sicherheit.

Das Problem für Reisende: NAUI hat weltweit nur etwa 75 aktive angeschlossene Zentren gegenüber Tausenden bei PADI. In Bali und Thailand wird NAUI neben PADI und SSI von manchen Zentren anerkannt, aber es ist deutlich seltener anzutreffen. Die offizielle PADI-Äquivalenztabelle erkennt NAUI ausdrücklich an.

Die anderen Verbände

BSAC: der britische Verband, gegründet 1953, ähnlich aufgebaut wie CMAS mit Vereinsstruktur. Als erster Verband hat BSAC Nitrox standardmäßig in den Grundkurs aufgenommen. Außerhalb Großbritanniens kaum verbreitet.

SDI/TDI: SDI für Freizeittauchen, TDI für technisches Tauchen. Die beste Wahl für alle, die sich auf Techniktauchen (Mischgase, Dekompression, Höhlentauchen) spezialisieren wollen. Akzeptiert Quereinsteiger aus allen Verbänden.

RAID: der jüngste der großen Verbände, gegründet 2009. Moderner, vollständig digitaler Lehrplan mit technischem Fokus. Wächst, aber noch wenig an touristischen Tauchzielen vertreten.

Äquivalenztabelle

NiveauPADISSICMASNAUIBSAC
EinsteigerOpen Water (18 m)Open Water (18 m)1★ (20 m)Scuba Diver (18 m)Ocean Diver (20 m)
FortgeschrittenAdv. Open Water (30 m)Advanced Adventurer (30 m)2★ (40 m)Advanced Diver (40 m)Sports Diver (35 m)
RettungRescue DiverStress & Rescuein 2★ enthaltenRescue DiverRescue Diver
SemiprofessionellDivemasterDivemaster3★DivemasterDive Leader
TauchlehrerOWSIInstructorInstructor 1★InstructorInstructor

Hinweis zur Tabelle: Ab Divemaster-Niveau gibt es keine festgelegte Tiefengrenze mehr. Relevant ist dort nicht die maximale Tiefe, sondern die Fähigkeit, andere Taucher zu führen, zu betreuen und in Notfällen zu reagieren.

Die offizielle PADI-Äquivalenztabelle ist unter padi.com/training/padi-certifications/scuba-diving-certification-levels verfügbar – nützlich, wenn man unterwegs sein Zertifikat erklären muss.

Kann man Verbände mischen?

Bis zum Divemaster-Niveau: ja. Wer seinen Open Water mit PADI gemacht hat und den Advanced mit SSI oder CMAS machen möchte, hat kein Problem – alle Verbände erkennen die Äquivalenzen der anderen an.

Ab Tauchlehrer-Niveau gibt es eine wichtige Asymmetrie: SSI akzeptiert PADI-Lehrer per Crossover. PADI akzeptiert SSI-Lehrer nicht – wer SSI-Lehrer ist und den PADI-Titel möchte, muss den IDC (Instructor Development Course) von Anfang an machen. CMAS-Lehrer können zu PADI wechseln, brauchen aber nur die zweite Hälfte des IDC (den OWSI) – nicht den kompletten Kurs.

Konkrete Beispiele:

  • Du hast CMAS 2★ und möchtest den PADI Divemaster machen: Du kannst dich direkt anmelden, ohne vorherige Stufen zu wiederholen. PADI erkennt CMAS 2★ als Äquivalent zu Advanced Open Water + Rescue Diver an.
  • Du hast PADI Open Water und möchtest mit CMAS 2★ weitermachen: Das geht. CMAS 2★ akzeptiert den OWD als Voraussetzung.
  • Du hast PADI Divemaster und möchtest SSI-Lehrer werden: SSI akzeptiert den Crossover. Du musst den SSI-Lehrerkurs absolvieren, aber nicht von vorne beginnen.
  • Du hast SSI-Lehrer und möchtest PADI-Lehrer werden: Kein direkter Crossover möglich. Du musst den kompletten PADI IDC von Anfang an machen – das ist die einzige Kombination, bei der die gegenseitige Anerkennung nicht funktioniert.

Was kostet ein Tauchzentrum die Zertifizierung eines Schülers?

Ein PADI-Zentrum zahlt pro zertifiziertem Schüler etwa 70–95 USD für Karte und Materialien, dazu jährliche Gebühren. SSI spart einem Lehrer gegenüber PADI jährlich über 1.500 USD an Berufskosten. CMAS hat als gemeinnütziger Verband mit Vereinsstruktur die niedrigsten Kosten von allen. Diese Zahlen erklären direkt, warum PADI-Kurse am teuersten sind.

Das Wichtigste: Der Lehrer zählt mehr als das Logo

Alles oben Genannte spielt weniger eine Rolle als die Wahl eines guten Tauchlehrers. Ein mittelmäßiger PADI-Lehrer kann schlechter ausbilden als ein exzellenter CMAS- oder SSI-Lehrer. Die Karte am Ende ist nur ein Stück Papier – was bleibt, ist das, was man im Wasser gelernt hat.

Vor der Anmeldung zu einem Kurs lohnt es sich zu fragen: Wer ist mein Tauchlehrer? Wie viele Schüler hat er pro Kurs? Wie ist das Verhältnis beim Pooltraining? Das sagt mehr über die Kursqualität aus als das Logo des Verbands.

Die praktische Empfehlung: Wer keine besondere Präferenz hat und in der Nähe einen CMAS-Verein findet – ob VDST in Deutschland, FFESSM in Frankreich oder eine andere nationale Födereration –, ist dort am günstigsten und oft am besten ausgebildet. Wer viel in Asien oder der Karibik tauchen möchte und die meisterkannte Karte ohne Erklärungsbedarf möchte: PADI. Wer etwas dazwischen mit modernen Unterrichtsmaterialien und vernünftigem Preis sucht: SSI.

Offizielle Webseiten

  • cmas.org — CMAS international
  • vdst.de — VDST Deutschland
  • padi.com — PADI (inkl. offizieller Äquivalenztabelle)
  • divessi.com — SSI
  • naui.org — NAUI
  • tdisdi.com — SDI/TDI
  • bsac.com — BSAC
  • raidscuba.com — RAID

Häufig gestellte Fragen

Verfällt das Tauchzertifikat? Offiziell nein. Kein großer Verband setzt ein Ablaufdatum auf die Karte. Wer aber länger als 12 Monate nicht getaucht ist, wird von vielen Tauchzentren um ein Auffrischungstraining gebeten, bevor es in offenes Wasser geht. Rechtlich verpflichtend ist das nicht, aber sinnvoll.

Ab welchem Alter kann man den Kurs machen? Bei den meisten großen Verbänden ab 10 Jahren. Zwischen 10 und 14 Jahren wird ein Junior-Zertifikat mit Einschränkungen ausgestellt (kein Tauchen ohne zertifizierten Erwachsenen). Mit 15 Jahren wird es zum Standardzertifikat ohne Einschränkungen.

Kann man die Theorie online machen und die Praxis später? Ja, und das Zertifikat hat denselben Wert wie bei einem komplett präsenten Kurs. PADI, SSI und CMAS/VDST bieten alle die Möglichkeit, die Theorie vorab online zu absolvieren.

Muss man den Kurs wiederholen, wenn man den Verband wechselt? Nein. Bis zum Divemaster-Niveau erkennen alle Verbände die gleichwertigen Stufen der anderen an.

Welcher Verband gibt als Tauchlehrer mehr Möglichkeiten? PADI bietet die meisten Stellen, akzeptiert aber keinen Crossover von SSI – der IDC muss komplett gemacht werden. CMAS-Lehrer können zu PADI mit nur dem zweiten Teil des IDC wechseln. SDI/TDI ist die beste Wahl für alle, die sich auf technisches Tauchen spezialisieren möchten.

Sind CMAS-Kurse schwieriger? Der Poolanteil ist in der Regel anspruchsvoller – CMAS übt Notfallsituationen intensiver als PADI oder SSI auf Grundstufe.

Was tun, wenn das CMAS-Zertifikat im Tauchzentrum nicht anerkannt wird? Die englischsprachige Seite der Karte und das Logbuch vorzeigen. Bei weiteren Zweifeln hilft die offizielle PADI-Äquivalenztabelle auf padi.com, die CMAS ausdrücklich anerkennt. Mit diesen beiden Elementen sollte es in der Praxis kein echtes Problem geben.

Braucht man ein ärztliches Attest für den Kurs? In den meisten Ländern und bei den meisten Verbänden läuft es gleich ab: Vor Kursbeginn füllt man einen Selbstauskunftsbogen aus. Wer alle Gesundheitsfragen mit „Nein“ beantwortet, braucht keinen Arzt. Wer eine gesundheitliche Einschränkung hat – Herzprobleme, Lungenerkrankungen, Epilepsie, insulinpflichtiger Diabetes – braucht ein ärztliches Attest.

In Deutschland gilt: Es gibt kein Gesetz, das ein Attest vorschreibt. In der Praxis verlangen es aber fast alle Tauchbasen, und die VDST-Vereine fordern es – mit dem besonderen Hinweis, dass das Vorhandensein eines Attests direkte Auswirkungen auf den Versicherungsschutz des Verbands hat. Das Attest stellen Sportmediziner oder Ärzte mit Kenntnissen in Tauchmedizin aus; in Deutschland kostet es in der Regel zwischen 50 und 100 €.

Können Menschen mit Behinderung tauchen? Ja. PADI hat das Programm Adaptive Techniques für angepasstes Tauchen. Der VDST hat ebenfalls ein inklusives Tauchprogramm. Jeder Fall erfordert eine spezifische medizinische Beurteilung und einen Lehrer mit entsprechender Ausbildung.

Hast du Fragen zur Wahl des richtigen Verbands oder dazu, was du tun sollst, wenn dein CMAS-Schein an einem Tauchzentrum nicht erkannt wird? Schreib uns in die Kommentare.

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